Wandern Sie von Vianen zum Zouweboezem, der Brutstätte des Purpurreihers, und zurück.
Im Zentrum von Vianen ziehen drei Kirchengebäude die Aufmerksamkeit auf sich. Die größte und älteste Kirche, die Grote Kerk, blickt über die Voorstraat.
Im 13. Jahrhundert gründete Hubrecht van Vianen eine Kapelle. Diese gehörte zur Mutterkirche in Hagestein und wuchs schnell. 1345 wurde sie zur Pfarrkirche erhoben und erhielt das Recht auf Trauungen und Beerdigungen. Dafür musste jedoch jährlich ein Geldbetrag an die Kirche in Hagestein gezahlt werden. Im 14. Jahrhundert wurde die Kapelle durch eine einschiffige Kirche ersetzt. Aufgrund eines Streits zwischen Vianen und Hagestein entschied der Bischof von Utrecht 1433, die beiden Kirchen zu trennen.
Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche durch eine dreischiffige gotische Hallenkirche ersetzt, deren Fläche der heutigen Kirche entspricht. Mit Turm beträgt ihre Länge 77,5 Meter, die Breite 43 Meter und die Höhe 41 Meter. Da sich in der Kirche auch das Familiengrab der Herren von Vianen befindet, musste sie in Größe und Ausstrahlung dem vornehmen Status der Brederodes entsprechen.
Nach einem Brand 1540 wurde die Kirche mit Unterstützung von Reinoud III. van Brederode fast sofort in ihrer heutigen Form wieder aufgebaut – eine Kombination aus Hallenkirche und Kreuzkirche. Unter seinem Sohn Hendrik van Brederode wurde die Kirche reformiert. Am 25. September 1566 verschwand die römisch-katholische Einrichtung, und am 1. Oktober fand die erste protestantische Predigt statt.
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Ein unentdecktes Juwel voller wunderschöner Flora und Fauna.
Die Naturlandschaft Zouweboezem ist ein noch relativ unentdecktes Kleinod. Es handelt sich um ein im 14. Jahrhundert ausgehobenes Gebiet, in dem das bei der Einpolderung anfallende Wasser gesammelt wurde. Mit dem Schilfrohr aus den ausgedehnten Röhrichtzonen fertigten Dachdecker die berühmten Reetdächer für Bauernhäuser.
Halten Sie stets Ihre Kamera bereit, denn in diesem Feuchtgebiet sind viele Vogelarten anzutreffen. Die sumpfigen, endlos erscheinenden Schilfbestände beherbergen die größte Brutkolonie des Purpurreihers in den Niederlanden. Auch Vögel wie die Trauerseeschwalbe, das Tüpfelsumpfhuhn, der Seidensänger, der Rohrschwirl und die Rohrweihe nisten hier.
Die Naturlandschaft Zouweboezem bildet eine Einheit mit der benachbarten Entenkoje De Zouwe sowie dem einst bei einem Deichdurchbruch entstandenen Brack Het Hoenderwiel und dem Polder Achthoven. Grasland, Wasser und Schilfwälder wechseln sich ab und fügen sich zu einem großen zusammenhängenden Naturgebiet. Ein Bohlenweg führt durchs Röhricht, in dem man oft Sumpfvögel aus nächster Nähe beobachten kann. Unterwegs gibt es mehrere Aussichtspunkte.
Parkmöglichkeiten: Es gibt drei Parkplätze. Wer sein Auto am Boezemweg abstellt, ist eigentlich schon mitten im Zouweboezem-Gebiet. Bitte denken Sie daran, dass die Zahl der Parkplätze begrenzt und das Parken am Straßenrand nicht erlaubt ist.
• Kreuzung von Veldweg und Driemolensweg, bei der Unterführung unter der A27
• Ende des Polderweg (Lexmond)
• Ende des Boezemweg (Lexmond)
Rad- und Wandertipp: Wenn Sie die Radtour „Zwischen Lek und Linge“ machen, sollten Sie einen kleinen Zouweboezem-Umweg einplanen. Folgen Sie den Wanderhinweisen „Zwischen Luistenbuul und Zouweboezem“. Blicken Sie über den Lek-Deich auf die schönen Überschwemmungsgebiete des Lek und wandern Sie auf urigen Pfaden, vorbei an den Wiesen, Baumgruppen und dem intimen Ufer von Polder Achthoven, bis Sie schließlich Zouweboezem erreichen.